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Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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„Ha, ha, das iſt alſo das ſchöne Wort!“ rief Jodokus.„Heirathen! Ich ſoll heirathen, arbeiten, vom Morgen bis zum Abend, für einen Haufen Kinder, die Dir das Haar vom Kopfe freſſen. H, die einfältige Barbara, ſie meint, ich ſei von Paris gekommen, um mein Leben lang hinter dem Pflug herzulaufen und Buttermilch zu trinken! Komm, komm, ſchlag Dir die Gedanken aus dem Koypf, Bärbelchen. Nicht, daß Du kein flinkes und präch⸗ tiges Mädchen wäreſt; und ſicher, wenn ich lang hier bleiben muß, werde ich Dich wohl ein bischen ſehen können; aber heirathen? Allons donc,*)

änner gleich mir heirathen niemals!“

Mit dieſen Worten ließ er ſie ſtehen und marſchirte mitten in das Dörſchen hinein. Das ſpöttiſche Lachen auf ſeinem Angeſicht war diesmal nur zweideutiger Art, und den Blick auf den Boden gerichtet, ſchüttelte er unzufrieden den Kopf, ols hätten die Worte der Bäuerin ihm Stoff zum Nachdenken ge⸗

eben. 9 Barbara blieb eine Weile wie vernichtet, mit der Schürze vor den Augen, ſtehen; dann entfuhr ihr plötlich ein Schrei der Verzweiflung; ſie wandte laut weinend auf einen Nebenweg von der Land⸗ ſtraße ab und verſchwand hinter dem Laubwerk eines jungen Erlenſchlags.

*) Geh doch!