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Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
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die Unruhe ſeines Gemüths zu verbergen. Es be⸗ durfte geringer Mühe, um dieſen Zweck zu erreichen, denn ſie hatten von des Dieners ſonderbaren Reden nichts vernommen.

Herr Willibald ſelbſt, durch ſeine eigenen Worte getröſtet und ermuthigt, gerieth auf den Glauben, er habe ſich mit Unrecht durch das eitle Geſchwätz eines albernen Menſchen, der wahrſcheinlich bei der Heimkehr in ſeinen Geburtsort zu viel getrunken hätte und nicht wüßte, was er ſpräche, beunruhigen laſſen. Endlich ſenkte ſich das Vertrauen wieder in des Greiſes Bruſt. Ungeheuchelt wurde das heitere Lächeln, welches ſein Angeſicht erhellte, während er zwiſchen den beiden Damen, fröhlich ſchwatzend, ſeine Wanderung fortſetzte.

Barbara, die Kuhmagd, ſtand mit betrübter Miene neben der Schenke, unter einem Haufen von Bäuerinnen. Sie ſchien geneigt, laut aufzuweinen, aber ſie bezwang ihre Thränen aus einem Gefühl von Scham. Seitdem Jodokus aus der Kutſche ge⸗ ſtiegen war, hatte ſie, in geringer Entfernung von ihm, alle ſeine Bewegungen verfolgt und ſich zu wiederholten Malen ſo geſtellt, daß ſein Blick auf ſie fallen ſollte. War ihr das nicht gelungen, oder hatte er ſie in der That nicht erkannt?

Als ſie darüber ihre Beſorgniß ausſprach und Katharine ihr zu bedenken gab, ob es nicht unrecht von ihr geweſen wäre, ſich ſo ſchön aufzuputzen, da Jodokus ſie früher noch nie ſo geſehen hätte, kam der halbbetrunkene Diener aus der Schenke gelaufen, während er, ſaure Geſichter ſchneidend, ausrief: „Brr! was für ein Hundegetränk! Boisson de