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Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
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Sie nur Acht, binnen einer halben oder einer Drei⸗ viertelſtunde wird er mit Herrn Gumbert, ſeinem Freunde, ankommen. Das iſt ein anderer Burſche, und Sie werden davon zu ſprechen wiſſen, ſeien Sie überzeugt. Der kümmert ſich weder um Hölle noch Teufel und würde, ginge ſelbſt die Welt unter, ſeinem Lachen und Spotten kein Ziel ſetzen. Er ißt für Vier und trinkt für Sechſe.. Und Verſtand und Ge⸗ lehrſamkeit? So viel in ſeinem kleinen Finger, als alle die Paſtoren und Notare fünf Stunden in der Runde.. PEh, cocher, en avant!*) Fahre nur zu, nach dem Wulfhof: ich will ſehen, wie dieſes Kinderſpiel hier abläuft.“

Alle diejenigen, welche den Diener ſo ſprechen hörten, ſahen einander mit großer Verwunderung an; einige brummten mißbilligend und richteten auf den unverſchämten Schwätzer Blicke der Verachtung; ein einziger, es war der Hufſchmied, warf ihm höhniſch die Worte zu:

„Lernt man alſo in Paris die Ehrerbietung vor ſeinem Herrn? Du biſt noch dummer geworden, als zuvor, Du rother Schuft!“

Jodokus entbrannte vor Zorn bei dieſem Ver⸗ weis und ſtieß ein ſo rohes Wort hervor, daß manche Bäuerin in der Stille das Zeichen des Kreuzes machte. Er bemerkte den ſchlechten Eindruck, den ſein brutaler Ausfall gemacht hatte, und rief lachend, während er ſich nach der Schenke wandte:

„Bah, ſeid ihr nicht erſchrocken, als ſollte der Schwarze aus dem Boden auferſtehen, um mir den

*) He, Kutſcher, vorwärts! A. d. U.