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Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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WMan ſah in der Ferne auf der Landſtraße eine

mit zwei Pferden beſpannte Kutſche in vollem Laufe heranfahren, und da man ſie oben mit vielen Koffern und anderem Reiſegepäck beladen ſah, zweifelte man daß Herr Daniel ſich in derſelben befinden müſſe.

Jedermann wandte den Blick nach der Kutſche.

Der Rentmeiſter mit Celeſta und ihrer Tante hielt ſich neben der Straße, an der Spitze des Zugs, jedoch in einigem Abſtande davon. Nicht fern davon, unter einem Haufen junger Bäuerinnen ſtand die Kuhmagd Barbara, die gleichfalls ihre Sehkraft an⸗ ſtrengte, um in dem Kütſcher ihren Jodokus zu er⸗ kennen.

„Katharine,“ ſagte ſie, vor Furcht zitternd, zu einer ihrer Kamerädinnen,„ſieh doch einmal recht, mich dünkt, es iſt Jodokus nicht!“.

„Dokus?“ erwiedere die andere;„biſt Du denn blind, Barbara? Es iſt Jan, der Kutſcher von Kor⸗ tryk; ich erkenne ihn wohl.“

„Wirklich, Katharine.— Jodokus ſitzt vielleicht in der Kutſche ſelbſt?“

„Thörin! Seit wann ſitzen die Diener innen in der Kutſche? Da fällt mir Etwas ein, Barbara. Es iſt ſchon ſo lang her, daß Du von Jodokus nichts n gehört haſt. Gott weiß, ob er nicht geſtor⸗ ben iſt.“

Barbara gab ihrer unbeſonnenen Freundin einen gewaltigen Stoß mit dem Ellnbogen in die Seite und murmelte mit erſtickter Stimme:

6 Weh mir, es geht mir wie ein Meſſer durch das erz!“

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