Der Rentmeiſter, beſorgend, es möchte ſich wirk⸗
lich ſo verhalten, wie Barbara meinte, forderte Ce⸗
leſta und ihre Leute auf, ihre Schritte zu beſchleuni⸗ gen. Alle folgten eilig der Richtung, welche die äuerin eingeſchlagen hatte.
Nicht weit von dem Ort, wo ſie ſich jetzt befan⸗ den, lief die Landſtraße durch ein Dörfchen von et⸗ lichen zwanzig Häuſern. Hier ſollte Junker Daniel von den Bauern der Umgegend und von einem Theil der Einwohnerſchaft des nächſtgelegenen Dorfes em⸗ pfangen und willkommen geheißen werden.
Das Dörfchen war zu dieſer Feſtlichkeit ent⸗ ſprechend ausgeſchmückt. Man hatte einige zwanzig grüne Bäume längs des Weges aufgepflanzt und Pender von dreifarbigem Papier daran geſteckt; über der Thüre einer Schenke— und es waren meiſtens Schenken, die hier ſtanden— prangte ein Glück⸗ wunſch mit rothen und ſchwarzen Buchſtaben.
Was die Aufmerkſamkeit noch mehr anziehen mußte, und was Bauern und Bäuerinnen gleich ei⸗ nem Wunderwerk mit Erſtaunen angafften, war eine hohe Triumphpforte von Kupfergrün und Laubwerk, welche die St. Sebaſtiansgilde zu Ehren Junkers van Hoogeland errichtet hatte.
Man wollte Herrn Daniel mit Geleite einholen, und war nun vor einer der Schenken damit beſchäf⸗ tigt, hiezu ſich aufzuſtellen.
Voran ſtand der Bürgermeiſter des Dorfes, mit der dreifarbigen Schärpe um die Hüfte, und begleitet von zwei Schöffen und einigen Leuten vom Gemeinde⸗ rath. Der Feldwächter hielt ſich mit gezogenem Säbel und in ſtolzer Haltung zur Seite des Bür⸗
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