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Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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„Ich wage faſt nicht, es zu ſagen. Es iſt auch allzu füß und ſchön, und könnte vielleicht die gefühl⸗ volle Celeſta zu tief erregen.“

„Es iſt mir ruhiger im Herzen geworden,“ erwi⸗ derte das Mädchen,„die freundlichen Worte meiner lieben Tante haben meinen Gedanken eine etwas andere Richtung gegeben. Sprechen Sie frei, Herr Willibald, was iſt es, das Ihren Augen einen ſol⸗ chen Glanz der Verklärung gibt?“

Mit zurückgehaltener Stimme, als wollte er den Eindruck ſeiner Stimme vermindern, ſagte der alte Rentmeiſter:

„Mein Geiſt war in fernen Gedanken abgeſchweift. Ich ſah in dem großen Saale des Wulfhofs eine junge Frau und einen jungen Mann Hand in Hand ſizen. Ihre Seelen ſchienen ſich einander durch den Blick ihrer Augen zu nähern; wenn ſie ihr Geſicht abwandten, ſo geſchah es mit einem wunderſüßen Blick des Entzückens, um auf zwei Engel niederzu⸗ ſchauen, zwei liebe Kinderchen, blühend von Geſund⸗ heit und Lebensluſt, die zu ihren Füßen hüpften und ſprangen. Es war ein Mädchen und ein Knabe. Und ich ſah einen alten Mann mit grauen Haaren auf dem Boden herumkriechen und ſo einfach fröhlich mit dem Jungen ſpielen und lachen, als ob er ſelbſt ein Kind wäre... Und einen Schritt weiter ſah ich eine alte Frau das Mädchen umhalſen, es ſtreicheln und liebkoſen, und ich hörte, wie ſie daſſelbe die hei⸗ ligen Worte: Gott, Mutter, Vater ſtammeln lehrte. Da veränderte ſich plötzlich das ſchöne Ge⸗ mälde. Ich ſah einen abgelebten Greis auf dem Sterbebette ausgeſtreckt. Zu ſeinen Häupten ſtanden

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