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Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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wundert.„Hofft ſie noch einmal Daniels Gattin zu werden?“

„Iſt dieſe Heirath nicht der Traum von beiden, ſeit ihrer Kindheit?“

„Aber weiß Celeſta, oder weiß ihre Tante denn nicht, daß Junker Daniel beinahe arm iſt?“

„Es iſt nicht nöthig, daß ſie es wiſſen, Notar.“

„Celeſta van Berg iſt ein Mädchen von gutem Hauſe; ſie hat ziemliches Vermögen. Ich begreife Sie nicht. Ich darf nicht annehmen, daß Ihre Liebe zu Daniel Sie geneigt machen ſollte, ein unſchuldiges und vertrauendes Mädchen über den Stand ſeines Vermögens irre zu leiten.“

„Wenn es ſo weit käme,“ murmelte der Rent⸗ meiſter,„ſo gäbe es vielleicht ein Mittel, um den Wulfhof von ſeinen meiſten Hypotheken zu entlaſten.“

Der Notar ſprang, wie von einer überraſchenden Offenbarung getroffen, auf und ſchaute dem Greiſe beſtürzt in die Augen.

„Habe ich recht verſtanden?“ rief er.„Was? Sie wollten die Bürgſchaft für die Ruhe Ihrer alten Tage, das Erbgut Ihrer Schweſter aufopfern? Un⸗ möglich, das wäre eine allzu große Narrheit.“

Es wurde an die Thüre geklopft.

„Wer iſt draußen?“ fragte der Rentmeiſter.

„Ich bin es, die Kuhmagd, Barbara,“ war die Antwort.

„Geh an Deine Arbeit, Barbara, und laß uns in Ruhe.“

„Herr Willibald, hier iſt ein Brief aus Paris, den die Poſt gebracht hat,“ rief die Magd. Der Rentmeiſter öffnete die Thüre, griff nach dem

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