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Knechte und Lakaien. Er hatte einen Freund, Na⸗ mens Gumbert, einen ungläubigen Spötter, der mir ein ſehr gefährlicher Kamarade ſchien. Ich hörte mit Angſt in ihren Geſprächen von Spielhäuſern und Zweikämpfen, von Pferderennen und Wetten und vor Allem von Frauen, deren Stand in der Geſellſchaft mir ſehr verdächtig vorkam. Dieß Alles, Notar, war wohl der Art, um mir Furcht einzujagen; aber ich fand dabei Daniel noch ſo dankbar, noch ſo gut und liebevoll, daß ich nicht die Kraft in mir fühlte, um ihn mit der nöthigen Strenge zurechtzuweiſen. Bei meiner Abreiſe von Paris gewann ich es gleichwohl über mich, Daniel mit nachdrücklichem Ton einige bittere Ermahnungen und ernſtliche Rathſchläge hören
zu laſſen. Er brauchte ſie nicht anzuhören, und hatte
Recht, ſich darüber zu ärgern, denn er war volljäh⸗ rig und ich nur der Verwalter ſeiner Güter. Gleich⸗ wohl ſiel er mir weinend um den Hals, nannte mich ſeinen vielgeliebten Vater, und gelobte mir von ganzem Herzen, ſeine Lebensweiſe zu ändern und vor Allem ſich von einer Geſellſchaft loszuſagen, die ihn zur Vergeſſen⸗ heit von Tugend und Pflichtgefühl verleitet hatte. Dieſer Augenblick, Notar, war der ſchönſte meines Lebens. Die Erinnerung daran treibt noch eine Thräne in meine Augen!“
„Ein ſolches Bekenntniß ſeiner Verirrung würde in der That ein gutes Zeichen ſein,“ murmelte der Nötar,„wenn er ſein Gelübde nicht unmittelbar dar⸗ auf vergeſſen hätte.“
„Unmittelbar, nein: es vergingen wohl acht Mo⸗ nate, ohne daß er Geld verlangte.“
„Aber dann hat er das Verſäumte wohl doppelt
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