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ſeine Verachtung und ſeinen Haß zu Theil werden laſſen.“
Während der Notar dieſe Worte mit vielem Nach⸗ druck ausſprach, ſchaute Herr Willibald ihm bebend in die Augen; und er hatte die Hand erhoben, als wollte er die ſchrecklichen Vorherſagungen abwehren, welche ihm das Herz grauſam durchbohrten. Bald jedoch erſchien ein krampfhaftes Lächeln auf ſeinem Angeſicht, und er rief voll Beſtürzung aus:
„Seine Verachtung? Seinen Haß? Daniel ſollte mich haſſen? Ach, eine ſolche Beſorgniß würde mir, wenn ſie ſich wirklich meines Herzens bemächtigte, in kurzer Zeit den Tod bringen! Aber nein, Da⸗ niels Herz iſt ein Schatz von Güte und Liebe! Er kann ſich verirren, er kann ſich durch die Zerſtreuun⸗ gen von Frankreichs Hauptſtadt zur Geldverſchwen⸗ dung verleiten laſſen; aber daß er ſeinen alten Pfleg⸗ vater nicht mehr lieben ſollte! O, Notar, Sie ken⸗ nen Daniel nicht!“
„Aber Sie, Herr Willibald, wiſſen Sie denn, was aus ihm in dieſen fünf bis ſechs Jahren zu Paris geworden iſt? Solch ungeſtümes und zügelloſes Le⸗ ben ſtumpft den Geiſt ab und betäubt das Gefühl!“
„Nein, Notar, auf das liebevolle Herz Daniels hat es dieſe Wirkung nicht.“
„Welche Sicherheit haben Sie dafür?“
„Bin ich nicht über zwei Jahre bei ihm in Paris geweſen?“
„Nun wohl, was Sie da geſehen haben, war nicht ſehr beruhigend.“
„Es iſt wahr, er bewohnte ein prächtiges Haus, er hielt eine glänzende Equipage, engliſche Pferde,


