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theilen, welche eine feine Erziehung und der Verkehr mit der großen Welt dem Mann gewähren können. Bin ich alſo nicht die erſte Urſache ſeiner Verirrung? Und ich ſollte ihn nunmehr ſeinem Schickſale preis⸗ geben? Ihn in ſeinem Unglück verlaſſen? Bezahlt man ſo die unſchätzbare Wohlthat eines Vaters? Wer ſoll dann dem armen Jungen die Hand reichen, um ihn aus dem Verderben emporzureißen, wenn es Gott zuläßt, daß er zu Fall kommt?“
Der Notar hatte mit wahrer Theilnahme der gefühlvollen Erklärung des Rentmeiſters zugehört. Jetzt blieb er eine Weile in ſtilles Nachdenken ver⸗ ſunken; allein nichts deſto weniger begann er, den Kopf zweifelnd zu ſchütteln, und ſagte einen Augen⸗ blick darauf:
„Ich bewundere Ihre edelmüthige Geſinnung, Herr Willibald; aber welchen Eindruck Ihre Worte auch auf meinen Geiſt gemacht haben, ſie können mich dennoch nicht verblenden. Im Gegentheil, je höher meine Achtung gegen Sie ſteigt, deſto deutli⸗ cher ſchaue ich in die Zukunft. Soll ich Ihnen ſa⸗ gen, was das Ende von dieſem Allem für Sie ſein wird? Nachtheil, Unehre, Schande! Bieten Sie Ihre letzte Kraft auf, belaſten Sie Ihre grauen Haare mit Unruhe und Kummer, verkürzen Sie Ihr Leben, um zum Vortheile eines Verſchwenders gegen das ſiegreiche Geſchick anzukämpfen; was, glauben Sie, wird Ihnen zum Lohne werden? Der Undank⸗ bare wird Ihnen vorwerfen, daß Sie ſeine Güter ſchlecht verwaltet haben. Vielleicht wird er Sie der Untreue, der Unredlichkeit beſchuldigen... Und auf alle Fälle wird er Ihnen zum Lohne nichts als


