en ſen lli⸗ rt⸗ ge⸗
eit
er iſ⸗ en er⸗
zu nd
m bei iß en e⸗
es
nd
er u⸗
en en
15
Sie mir die Vollmacht anzuvertrauen, welche Ihnen von Junker Daniel ausgeſtellt iſt; ich brauche ſie, um das Dokument aufzuſetzen.“
Herr Willibald ſtand von ſeinem Stuhle auf und verließ ſchweigend das Zimmer.
Kurz darauf kehrte er mit einem zuſammenge⸗ falteten Papier zurück, welches er dem Notar zu⸗ — Mit trauriger und tiefbewegter Stimme agte er:
86 danke Ihnen aus dem Grunde meines Her⸗ zens für Ihre freundliche Sorgfalt, Herr Notar; aber noch tiefer bin ich Ihnen dafür verpflichtet, daß Sie als guter Freund getreulich das Geheimniß be⸗ wahrt haben, welches ſo ſchwer auf dem Wulfhof zu laſten beginnt. Im Kummer fühlt die menſchliche Seele mehr als ſonſt die Nothwendigkeit, Troſt bei Gott zu ſuchen; ſeien Sie überzeugt, daß Ihr Name in meinen traurigen Gebeten nicht vergeſſen wer⸗ den ſoll.“
Thränen erſtickten die Stimme des alten Rent⸗ meiſters, als er die letzten Worte ausſprach und mit innigem Dankgefühl die Hand des Notars drückte.
„Aber, Herr Willibald,“ rief dieſer in halb zorni⸗ gem Tone,„das geht wahrlich zu weit! Wären Sie ſein eigener Vater, Sie könnten ſich nicht ſo ſehr um das Loos des ſchuldigen Jünglings bekümmern. Sie verzehren Ihr Leben durch Beſorgniß für einen Un⸗ ſinnigen, der ſein elterliches Erbgut in Liederlichkeit vergeudet. Laſſen Sie ſich beſſer berathen: will er ſich in das Verderben ſtürzen, was geht das Sie an, wenn Sie im Uebrigen Ihre Pflicht als ehrlicher Mann erfüllt haben?“


