Druckschrift 
Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
Einzelbild herunterladen

in ns as en or t: nd en

24 8:

11

ſpart, iſt das nicht rechtſchaffen und gut ge⸗ than?

Ja, Du haſt ihm gut das Wort reden, Barbara, fiel ihr der Knecht ein,da Du alle Morgen die friſche Milch nach dem Londgute der Frau van Berg tragen darfſt und dort ein fettes Trinkgeld erhältſt. Du biſt auch ſo geldgierig und ſparſt, weil Du den Lumpen Jodokus zu heirathen hoffeſt, der mit nach Paris gegangen iſt, um unſerem jungen Herrn die Stiefel zu putzen. Du magſt ihn haben, den groben Dummkopf! Werde deßhalb nur nicht roth, Barbara. Und was das Sparen und Zuſammenſcharren von Rentmeiſtern und Einnehmern betrifft, ſo laß uns lieber davon gar nicht reden. Es iſt doch zu verwundern, daß ſie am Ende alle zu⸗ ſammen reicher werden, als ihre Herren.... Pſt! Still! Da iſt der Wehrwolf, glaube ich!

Was ihn auf den Gedanken brachte, daß der Rentmeiſter auf dem Hofraume unter den Arbeitern ſich zeigte, war das plötzliche Verſtummen aller Stimmen und eine gewiſſe Stille, welche der Unter⸗ haltung der Arbeitsleute ein Ziel ſetzte.

Die Mägde hoben, ohne ein Wort zu ſprechen, den leeren Kuhkeſſel vom Boden auf und gingen damit in das Haus; der Knecht griff nach einer Gabel und begab ſich auf den offenen Platz zu ſei⸗ nen Kamaraden, die mit Aufladen von Dünger be⸗ ſchäftigt waren. Er ſchien zu beben und wandte ſein Geſicht ab, um den Mann nicht zu ſehen, deſſen kalter und ſtarrer Blick ihm Schrecken einflößte.

Herr Willibald, der alte Rentmeiſter vom Wulfhof, der nun auf der Thürſchwelle des Herren⸗