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Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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Rentmeiſter nicht ſelbſt war?

zu holen; der Knecht, welcher zornig erregt ſchien, ſchloß die Thüre, durch welche ſie gekommen waren, und ſagte mit gedämpfter Stimme:

Er iſt hinaufgegangen, der Menſchenſchinder! dann, ſich mit über der Bruſt gekreuzten Armen vor die Mägde hinſtellend, rief er grimmig aus:

Wahrhaftig, es iſt nicht mehr auf dem Wulfhof auszuhalten! DBer alte Jſegrim ſitzt uns vom Mor⸗ gen bis zum Abend auf dem Halſe; man kann von der Arbeit nicht aufſchauen, oder er ſteht daneben und durchbohrt Dich mit ſeinen Glasaugen. Ich glaube, daß dahinter Etwas ſteckt, das iſt ſo klar, wie Regenwaſſer. Gehe nach dem Holzplatz dahin⸗ ten, nach den Waiden da unten, verbirg Dich in dem Korn, verkrieche Dich in der Scheune, es iſt Alles gleich; ſobald Du Athem zu holen wagſt, ſteht der alte Quälgeiſt daneben! Und, was gewiß nicht mit rechten Dingen zugeht, er iſt geſtern an vier Orten zugleich erſchienen! Gott ſegne uns! Ich wage nicht

zu ſagen, was ich denke. Ja, ja, lache nur, Katharine: es werden hier noch ſeltſame Dinge vor⸗ gehen.

Du biſt ein Narr, antwortete eine der Mägde. Seit einiger Zeit träumt Dir von Nichts, als Hexe⸗ rei und Spuck. Haſt Du Montag Abend nicht den ganzen Wulfhof in Schrecken geſetzt und geſchrieen wie ein Schwein, weil Du den Teufel im Stall ge⸗ ſehen zu haben meinteſt?

Ich hab ihn geſehen! verſicherte der Knecht, geſehen, wie ich Zich ſehe, mit zwei Hörnern und Augen, glühend wie Feuer. Wer weiß, ob es der