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Das Leid der Zeit : eine Geschichte unserer Tage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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hob ſich wogend unter dem ſanften Athem der Lüfte.

6 Man bemerkte auf den gräulichen Wegen Pferde, de Karren und Landleute, die bei der Arbeit ab⸗ und we zugingen; auf den Feldern Hunderte von Frauen, 5 de die reihenweiſe damit beſchäftigt waren, die künftige de Flachserndte von dem wuchernden Unkraut zu rei⸗ nigen; auf den niedrigen Waiden ganz auf dem ſtr Grund der Tiefe eine Wolke ſcheckigter Kühe und vo zwiſchen dem graſenden Vieh kleine Knaben und in Mädchen, die mit den hellen Tönen ihrer Stimmen ur und dem luſtigen Knallen der Peitſche den Wieder⸗ w 1. hall des Thales weckten. 5 Nachdem der Beobachter an dieſem Schauplatz der . Arbeit, der ſich lebendig unter ſeinem Blicke aus⸗ P dehnte, erquickt hatte, erhob er ſein Auge wieder von dem Wulfhof und ſah über den erſten Hügel⸗ te . rücken und einige niedrigere Anhöhen in die weite A Ferne. Da ſtelite ſich vor ihm ein ſeltſames Schau⸗ ſä . ſpiel dar: alle die Bäume, wiewohl nur ſpärlich in th 1 jener Gegend fortkommend, verſchmolzen ſich zu ei⸗ B 2 nem einzigen endloſen Wald, deſſen Laubwerk zuerſt unter dem Sonnenlicht mit erkennbaren Formen in he feſten Tinten prangte, dann allmälig zu ungewiſſen de Umriſſen ſich abſchwächte und unter einem lichten zu Nebel verbläute, bis daß Alles am Horizonte hin S unfaßbar in der Luft verſchwamm, als ob die Unend⸗ F lichteit allein die Ausſicht von dem Wulfhof be⸗ ſc ſchränkt hätte. w Nur zwei oder drei dunklere Punkte unterbrachen de die Einförmigkeit dieſer nebelhaften Ferne; die graue 6 K

Spitze gegen Nordweſten konnte nichts Anderes ſein, als der Thurm der St. Martinskirche zu Kortryk; he