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Mutter Hiob / Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von Karl Arenz
Entstehung
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168 Mutter Hiob. ein unheilbares Unglück und ich traure deshalb nicht für mich; nein, um meine Kinder.

Das wird ſich auch wol wieder geben,jauchzte Mutter Hiob.Es fängt bereits an. Nun, nun, ſeifröhlich, es wird damit, wie mit allem Uebrigen, auch wol einmal beſſer gehen.

Der Brauer ſchüttelte den Kopf mit einem ſtillen zwei⸗ felhaften Lächeln.

In dieſem Augenblicke hörte man ein heftiges Peitſchen⸗ knallen auf der Straße ertönen, und dicht vor dem Fenſter des Zimmers hielt ein Wagen an, deſſen zwei Pferde von der Erhitzung der ſchnellen Fahrt dampften.

Gott, mein Gott, da iſt Hugo! rief Mutter Hiob.

Ein Unglück! ſeußzte der Brauer ängſtlich.

Aber eben ſo ſchnell flog die Thür auf und Hugo ruhte an der Bruſt ſeines Vaters unter liebevollen Küſſen aus⸗ rufend:

Ach, jauchzt! Seid froh! Vater, Mutter! Walter iſt an der preußiſchen Grenze von den Gensdarmen ergriffen wor⸗ den! Man hat ihn in das Stadtgefängniß gebracht. Er war noch im Beſitze der Banknoten und des geſammten Gel⸗ des. Es iſt Nichts verloren, ich werde Alles zurückerhalten. Ich komme gefahren, geflogen, um Euch die frohe Nachricht zu melden.. Und wen ſehe ich da? Gabriel? Und Engelbert, mein Brüderchen, das mir entgegen lacht! O, der Himmel öffnet ſich vor meinen Blicken!

Indem Hugo zu ſeiner Mutter eilte und unter unver⸗ ſtändlichen Worten der Freude und Liebe ſie und Roſina in ſeine Arme ſchloß, ſtand Meiſter Hiob mit erhobenen Hän⸗ den da, als ſendete er ein Dankgebet zum Himmel.

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