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Mutter Hiob.
„Gabriel weiß Alles,“ antwortete Herr Styns;„für uns iſt der Zuſtand, ſo beklagenswerth er auch ſein mag, kein Hinderniß.“
„Ich kann Roſina Nichts zur Ausſteuer mitgeben,“ ſagte der Brauer,„trotzdem daß ich mein Leben lang dafür gear⸗ beitet habe! Wenn ich daran denke, vergehe ich faſt vor Aerger und ich weiß nicht, ob ich wol als ehrlicher Mann meine Zuſtimmung geben darf.“
„Höre, Freund Hiob,“ ſagte der Notar,„macht Euch da⸗ rum keinen Kummer. Ich werde meinen Sohn gut ausſtat⸗ ten, und von nun an Maßregeln treffen, um ihm einſt mein Amt zu übertragen. Wir wollen zuſammen als gute Freunde leben, ich werde Euch in Euren Geſchäften beiſtehen. Be⸗ fürchtet Nichts mehr; gebt Eure Zuſtimmung zu der Hei⸗ rath unſerer Kinder, damit ſie wenigſtens glücklich ſein mögen.“
„Nun, ich werde einmal darüber nachdenken,“ ant⸗ wortete Meiſter Hiob.
„Darüber nachdenken! Warum?“
„Ich will erſt noch einmal darüber ſchlafen.“
„Nein nein, zeigt guten Willen. Ich habe meiner Frau verſprochen, daß ich mit Eurer Zuſtimmung zurückkehren werde. Gebt ſie mir.“*
„Hiob, Hiob, wie kannſt Du doch ſo verſtockt ſein,“ rief ſeine Ehegattin.„Was der Notar von Dir verlangt, iſt der Wunſch Deines Herzens— und doch weigerſt Du Dich?“
„O, Meiſter Hiob, Ihr habt mich immer ſo gern gehabt,“ ſagte Gabriel flehend;„erurtheilt mich nicht zu neuen Qualen.“


