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Mutter Hiob / Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von Karl Arenz
Entstehung
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Mutter Hiob.

D Roſina, habe Mitleid mit mir, vergib meinen Wahnfinn; laſſ Alles wieder ſo ſein, wie es früher geweſen!

Armer Gabriel, was mußt Du gelitten haben! ſagte Rofina leiſe, indem ſie ſeine Hand drückte.Sei nur ge⸗ troſt, ich kann ja nicht böſe auf Dich ſein.

Das ſieht da ſchön aus! rief der Brauer.Wie, Du glaubſt, daß es damit genug ſei?

Gabriel wandte ſich zu Roſina's Vater und ſprach flehend:

Verzeiht mir, Meiſter Hiob. Ich weiß, daß ich Euch erſt hätte um Verzeihung bitten müſſen; aber ich habe Ro⸗ ſina ſo lange nicht geſehen. Ihr werdet mir auch wieder gut ſein, nicht wahr?

Gut ſein, gut ſein? brummte der Brauer,ja, das kann doch ſo ſchnell nicht gehen. Es müſſen vorher noch an⸗ dere Dinge ins Reine gebracht werden.

Nun, nun, ſagte der Notar mit heiterem Tone,Ihr ſeht wol, daß ich Gabriel ſeine Unvorſichtigkeit verziehen habe. Laßt uns nun keine Schwierigkeiten machen, Freund Hiob. Wer betrügt ſich nicht einmal in der Welt? Und iſt ſelbſt das Geſchehene kein Beweis, das Gabriel Eure Ro⸗ ſina bis zum Wahnſinn liebt? Alles kehrt auf den alten Fuß wieder zurück und wir werden diegroße Sache nur etwas beſchleunigen, damit unſern Kindern ein derartiger Verdruß nicht wieder begegnet.

Weiß Gabriel, daß wir arm geworden ſind? fragte Meiſter Hiob mit einem bitteren Lächeln.

Er täuſcht Euch, Notar, wir ſind nicht arm! fiel Mut⸗ ter Hiob ein.

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