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Mutter Hiob. 163
3 Aber als der Notar gleich nach ſeinem Sohne in die Stube 7
Wun⸗ trat, mäßigte Meiſter Hiob einigermaßen ſeinen Zorn und hielt mit einer Art von Verachtung ſeinen Blick auf Gabriel
gerichtet, der mit gefalteten Händen vor Roſina ſtand und
ſenheit flehend ſeufzte:
skraft„O Roſina, verzeihe mir, ich habe geirrt!“
bitten,„Nein, nein, Gabriel,“ ſeufzte das Mädchen unter einer
Fluth von ſüßen Thränen,„laß mich nur trauern, Du haſt
werde mich vergeſſen..... 4
eriſ 1„Dich eeſeni“ rief der Jüngling mit zitternder 5
kön⸗ Stimme.„O, ſoll ich es bekennen? Ich habe mir allerdings
enit Mühe genug darum gegeben! Ich habe mit Verzweiflung ge⸗
Pu rungen; ich habe Dich in meinen Augen ſchuldiger gemacht,
als meine krankhafte Einbildungskraft Dich zu ſehen glaubte, Dich vor dem Altare Hand in Hand mit ihm geſehen,
gegen den ich als den Wörder iier Seele betrachtete; auf Dei⸗
leich nem Geſichte habe ich den Spott mit meinem Leiden bemerkt,
Ve Deine Stimme gehört, indem ſie lachend ſagte: was küm⸗ lalbe mert mich der Gram des Träumers? Und mich ſo zum Wahn⸗ inſt.“ ſinn treibend, habe ich geglaubt, daß ich Dich vergeſſen und Rede. meine Liebe zu Dir beſiegen könnte. Vergebens! Ich hielt mich von Etwas überzeugt, das mich tödten müßte, und doch
6 kehrte ich nach Wispelbeke zurück. Warum? Ach, verurtheilt zu einem langſamen Hinſterben oder beſtimmt zum glück⸗ lichſten Looſe. Ich muß leben, wo Du biſt, Roſina, die Luft
einathmen, die Dich umgiebt.... und nun weiß ich von
meiner Mutter, daß ich der Spielball einer unbegreiflichen Verblendung war, daß ich allein der Schuldige bin.... 14½


