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Mutter Hiob.
erwäge ſo weiß ich nicht, ob uns etwas Unglückliches zuge⸗ ſtoßen iſt. Es iſt eine Sache, welche Zeit erfordert. Es wird ſchon Alles wieder in Ordnung kommen. Wir ſind geprüft worden; aber das Sprüchwort ſagt: Gott ſchlägt mit der einen Hand und lindert mit der andern. Nun ſiehſt Du wol, daß man mit der Verzweiflung Nichts gewinnt;— aller Verdruß, den Du erlitten haſt, war voreilig und nutzlos. Im Gegentheil, die Verzweiflung beraubte Dich des nöthi⸗ gen Muthes, um mit dem Schickſale zu ringen, ſie verdüſterte Deinen Geiſt und machte, daß Dualles Schlimmeübertriebſt. Ach die Hoffnung beſitzt eine wunderbare Kraft. Bekenne es nun, lieber Hiob, und habe fortan mehr Vertrauen. Sei etwas milder gegen Dich ſelbſt und gegen Andere, und ſollte uns noch einmal eine Widerwärtigkeit treffen, ſo thue wie ich. Halte Dich aufrecht und ſage: es wird wol beſſer ge⸗
Während ſeine Ehegattin dieſe Worte ſprach, war Mei⸗ ſter Hiob zuerſt zu Engelbertchen gegangen und hatte einen Kuß auf des Kindes Lippen gedrückt; dann war er ſcheinbar ohne zu hören, durch die Stube gedankenvoll auf und nieder⸗ gegangen, und ſtand nun mit über die Bruſt gekreuzten Ar⸗ men und den Blick auf den Boden geheftet da.
„Aber, Hiob, wie kannſt Du doch ſo ſein?“ fragte die Frau mit verdrießlicher Verwunderung.„Da ſtehſt Du nun und ſinnſt, als wäreſt Du noch nicht zufrieden.“
„Laß mich denken,“ murrte er.
„Woran könnteſt Du aber anders denken, als an unſer Glück und an Gott, der ſo huldvoll gegen uns iſt?“
„Ich denke an Engelbert.“
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