Druckschrift 
Mutter Hiob / Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von Karl Arenz
Entstehung
Einzelbild herunterladen

158 Mutter Hiob.

nicht ausgehen. Hier iſt ein Recept für ein Fläſchchen. Wenn das Kind Etwas zu eſſen verlangt, ſo gebt ihm auf einmal wenig, aber gebt ihm oft. Nun, ich wiederhole es Euch, Pro⸗ ficiat! Morgen werde ich kommen, um zu ſehen, wie es geht.

Kaum war der Doetor verſchwunden, ſo lief Mutter Hiob

zu ihrem Ehegatten, ergriff ſeine beiden Hände und rief:

Hiob, Hiob, nun biſt Du doch froh, nicht wahr?

Ja, ja, murrte der Brauer, als wollte dieſes Bekennt⸗ niß nur mit Mühe aus ſeinem Munde.

Nun ſind wir doch glücklich, nicht wahr? Und hatte ich nicht Recht, als ich Dir ſagte,es wird wol beſſer gehen?

Ja, ja, wiederholte Meiſter Hiob, ſeine Hände zurück⸗ ziehend.

Sieh einmal, jauchzte ſeine Ehegattin mit begeiſter⸗ tem Tone,welche Wohlthaten der gute Gott uns an einem Tage ſendet! Engelbertchen iſt gerettet, er wird geneſen; be⸗ vor ein Monat verlaufen iſt, wird er wieder rothe Wangen bekommen, fröhlich ſein, ſpielen, hüpfen und aufblühen wie eine Blume des Feldes. Er wird wie früher mit Dir ſpazie⸗ ren gehen, Dich durch ſein verſtändiges Geſpräch erfreuen, Dich ſtreicheln, Dich lieben und unſer Troſt ſein bis auf un⸗ ſere alten Tage. Hugo iſt nun auch glücklich. Er verdient nun ein ſchönes Geld und wird uns den Verluſt, der uns ge⸗ troffen hat, wol vergeſſen machen. Roſina trauert aller⸗ dings noch, aber ein Wölkchen, welches den Himmel der Liebe verdunkelt, iſt ſo ſchnell wieder verſchwunden; das wird ſich auch wol geben. Und Du, Hiob, ſei etwas leichtern Sinnes. Gehe morgen mit dem Bogen zu der St. Sebaſtiansgilde und ſchieße mit den Freunden wie zuvor. Wenn ich es wohl

erwäg ſtoßen ſchon worde einen daß 1 Verdr Im C gen M Deine Ach d nun, etwas uns r ich. hen.. AV ſter H Kuß a ohne; gegan men u Frau und ſi 2 Glück