Mutter Hiob.
„Wie iſt die Nacht verlaufen?“ fragte er.
„Ruhig, ſehr ruhig,“ antwortete Mutter Hiob;„das arme Kind hat ſich beinahe nicht gerührt.“
„Hat es oft zu trinken verlangt?“
„Nur drei Mal ſeit geſtern Abend.“
„Hat es viel Krämpfe gehabt?“
„Welche Frage!“ fiel Meiſter Hiob dazwiſchen ein. „Meine Frau ſagt Euch eben, daß es ſich nicht gerührt habe!“
„Stand noch immer Schweiß auf ſeiner Stirne?“ fragte der Doctor, ohne auf die Worte des Brauers zu achten.
„Nein, die Glut iſt ausgeblieben.“
„Und hat das Kind geſchlafen?“
„Dieſen Morgen ſehr lange.“
„Und ruhig?“
„Ja, ruhig.“
Meiſter Hiob ſtampfte bei dieſen Fragen ungeduldig auf den Boden.
„Aber, Doetor,“ ſagte er,„da liegt das Kind im Bette, ſeht es an und ſagt uns nun gerade heraus, was daraus werden wird. Wenn Ihr uns Nichts als ein ſchreckliches Unglück mitzutheilen habt, ſo iſt es wenigſtens grauſam und nutzlos, uns ſo lange mit all den Fragen auf die Folter zu ſpannen.“
„Aber ſchweige doch um Gottes willen,“ rief die Frau; „Hiob, Hiob, Du wirſt immer ſchlimmer. Laß den Doctor das Seinige thun, wie er es verſteht.“
Der Doctor zog, ohne Etwas zu antworten, den Stuhl neben das Bett und ſetzte ſich nieder, indem er den Kopf etwas über das Kind beugte. Nachdem er es eine Weile
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