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Mutter Hiob / Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von Karl Arenz
Entstehung
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Mutter Hiob.

Das Kind öffnete langſam die Augen und ſchien zu lächeln, doch war dieſer Ausdruck ſo zweifelhaft, daß die ge⸗ rührte Mutter ſich getäuſcht zu haben glaubte.

Meiſter Hiob ſtänd mitten in der Stube mit träumendem Geſichte, als wenn er mik ſich ſelbſt darüber zu Rathe ginge, ob er ſich freuen ſollte oder Kicht. Man konnte jedoch an dem einigermaßen milderen Ausdck ſeines Geſichtes bemer⸗ fen, daß Hugo's Brief ihn tief erſchüttert hatte.

Nun, Hiob, rief ſeine Frau behkiſtert aus,habe ich es Dir nicht geſagt, lieber Mann, daß es noch beſſer gehen werde? Warum lachſt Du nun nicht?

Lachen? murmelte der Brauer,ich laſſe mich nicht ſo leicht durch den Schein blenden.

Wie iſt das doch möglich! ſprach ſeine Frau mit einem Verweiſe.Fünftauſend Franes auf einmal zurückerlangt Schein? Ein Jahrgehalt von viertauſend Franes Schein? Solch reine Liebe und edelmüthige Zuneigung in dem Hetzen Deines Sohnes Schein? Alle dieſe unvorhergeſehenen Wohlthaten von Gott, da Du von dem Briefe nichts An⸗ deres erwarteteſt als ſchlechte Nachrichten Schein? Was willſt Du denn haben?

Das iſt kein Grund, um ſich zu geberden, als ob Dir eine Million aus der Luft vor die Füße gefallen wäre.

Aber ſage mir doch, unbegreiflicher Mann, iſt denn bei Anhören dieſes Briefes nicht das mindeſte Gefühl der Freude in Dir entſtanden?

Das ſage ich nicht, aber zwiſchen fünftauſend und drei⸗ ßigtauſend iſt ein großer Unterſchied.

Aber, was Du abſichtlich überſiehſt, um Dich nicht freuen

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