Druckschrift 
Mutter Hiob / Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von Karl Arenz
Entstehung
Einzelbild herunterladen

150 Mutter Hiob.

zweifeln, da ich ſelbſt das Vermögen meiner Eltern hingab, um Das zu bezahlen, was der ſchändliche Walter geſtohlen hat. Der Kaufmann hörte lange, aber wohlwollend und ſchweigend meinen Worten zu. Als ich ſchließlich ſagte, daß ich mein Lvos mit Muth tragen und mein ganzes Leben der Arbeit widmen wolle, um meinen Eltern das wieder zu er⸗ ſtatten, was ſie um meinetwillen verloren hätten, drückte er mir die Hand und ſagte: Herr Hiob, Sie ſind unglücklich ge⸗ weſen; der Beſte von uns kann ſo betrogen werden. Ich werde Ihnen helfen, denn Sie ſind ein ehrlicher Mann und verdienen ein beſſeres Lvos. Mein Kaſſirer verläßt mein Haus, um für eigene Rechnung zu handeln. Wollen Sie ſeine Stelle übernehmen? Der Gehalt beträgt im Anfang viertauſend Franes, ſpäter werden wir ſehen, ob ich ihn er⸗ höhen kann.

Ach, liebe Eltern, ich kann Euch nicht ſagen, was ich antwortete. Die Thränen ſtürzten mir aus den Augen, nicht nur aus Dankbarkeit gegen Gott und gegen den edelmüthi⸗ gen Kaufmann, ſondern vor Allem, weil ich an Eure Liebe und die Freude dachte, welche die gute Nachricht Euch ver⸗ urſachen werde. In der Meinung, daß ich Geld nöthig habe, hat mir mein neuer Principal auf drei Monate meinen Gehalt vorauszahlen laſſen; morgen wird der Kutſcher des Poſtwagens ſechstauſend Franes für Euch mitbringen. In drei Monaten wird Euch eine gleiche Summe zukommen. Nehmt dieſes Geld ohne Bekümmerniß an. Als junger Mann nur eine Stube bewohnend, habe ich wenig zu mei⸗ nem Unterhalte nöthig und ich hoffe, daß mir zu Ende des Jahres wol noch Etwas übrig bleiben wird, um Euch und

Roſina Vater,

um Euc

morgen

Muth u und m armen nen, n worden daß es und Er feurigſt allein d ehrt un ſchreibt ich wer

lichſte 2

Di Briefes Worte reichlic das B A

Himme dankba von Hi Gottes