Mutter Hiob.
„Liebe Eltern! Das Coneursverfahren iſt beendigt, Niemand hat Et⸗ was zum Nachtheil unſeres Hauſes geltend gemacht. Bei einer näheren Aufſtellung der Rechnungen fand ich, daß nach
e einmal iden und nverhin⸗
Schrecken.
nit ſer der Bezahlung der Wechſel meine Activa beinahe um fünf⸗
Zh tauſend Francs meine Paſſiva überſteigen; mit anderen U ₰
Worten: daß ich dieſe Summe noch zu ziehen habe, und da
meine Schuldner ehrliche und wohlhabende Leute ſind, werde
ich Euch dieſes Geld unverweilt ſenden können.— Es iſt mir
ein Glück widerfahren, liebe Eltern, und ich beeile mich, es
Euch mitzutheilen, in der Hoffnung, daß es Euch in Eurer
Betrübniß einigermaßen tröſten wird. Unſer Hauptgläu⸗ d
biger iſt ein reicher und angeſehener Kaufmann dieſer Stadt.
Er mußte nahe an zwanzigtauſend Franes von dem Gelde ½
haben, welches mir der Vater gebracht hat. Ich ging ſelbſt
zu ihm, um die Schuld zu bezahlen und habe ihm mitgetheilt,
wie ich das Opfer eines ſchnöden Verrathes geworden und
wie Ihr, liebe Eltern, Euch von Allem entblößt habt, um
mich in den Stand zu ſetzen, einen Jeden zu befriedigen. Ich
theilte ihm zugleich mit, daß ich nun arm ſei, meinen Handel
aufgeben und mich nach einer Copiſtenſtelle auf einem Comp⸗
tvir umſehen müſſe, um leben zu können. Was ich ihm von
Eurer Liebe zu mir ſagte, rührte ihn tief. Ueberdies geht es
gen eine ſo unter den Kaufleuten: wenn Einer in Folge von Wider⸗ wärtigkeiten fällt, und man ſieht, daß er lieber Alles opfert,
um ſeine Schulden zu bezahlen, ſtatt zu der Liſt eines Ban⸗
kerottes ſeine Zuflucht zumehmen, dann hat ein Jeder Mit⸗
leid mit ſeinem Unglücke, und Alle zeigen ſich bereit, ihm zu
helfen. An meiner Ehrlichkeit konnte mein Gläubiger nicht
rrn einen ſter Hiob ohne ihn
ch wieder
n Brief.“ daß die
t ſeieſt; ine Ehe
ich werde
rfahren?
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Stimme autete:


