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Mutter Hiob. 25
Hugo ſprach noch immer mit dem Baron über den wahr⸗ ſcheinlichen Marktpreis des Getraides nach der Ernte.
Nach einer langen Weile erhob ſich plötzlich ein lautes Händeklatſchen bei dem Schießſtande, und die Dorfbewohner liefen alle nach dem einen Ende des Hofes in einen dichten Haufen zuſammen. Aus Neugier ſtanden die Frauen eben⸗ falls auf..... Die Doſe war gewonnen! Aber wer mochte wol der Glückliche ſein?
Roſina, die auf ihren Stuhl geſprungen war und gewiß beſſer, als alle Anderen ſah, was vorging, fing plötzlich an zu rufen, indem ſie in gänzlicher Vergeſſenheit ihrer Betrüb⸗ niß die Hände mit kindlicher Freude in einander ſchlug:
„Mutter, Mutter, ach der Vater hat gewonnen ſieh, ſieh, der Herr Baron gibt ihm die ſilberne Doſe.“
„Iſt es wahr?“ ſagte Mutter Hiob, indem ſie ihr Söhn⸗ chen vor Freuden außer ſich in die Höhe hob.
„Gewiß, gewiß, höre, da rufen ſie ſchon, es lebe, es lebe Meiſter Hiob!“
Und in der That, dieſer Glückwunſch erſcholl nun über dem durcheinanderwimmelnden Haufen, in welchem der Baron damit beſchäftigt war, dem Sieger den Preis zu überreichen.
„Gott ſei Dank!“ jauchzte Mutter Hiob,„nun wird er wenigſtens zufrieden ſein.“
Roſina bemerkte in dieſem Augenblick, daß Gabriel hin⸗ ter dem Hag hervorkam und ſich den Gildebrüdern näherte. Sie ſprang vom Stuhle auf und ſagte:
„Mutter, Mutter, ich will auch einmal ſehen. O, das muß ſchön ſein, wie der Herr Baron zum Vater ſpricht und ihm alle freundlichen Dinge ſagt.“


