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Mutter Hiob / Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von Karl Arenz
Entstehung
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22 Mutter Hiob.

Wo mag doch Gabriel ſein? Er weiß, daß wir hierher kommen mußten, flüſterte die Jungfrau.

Ich glaube, daß ich ihn dort hinten ſehe.

Daß Du ihn ſiehſt, Mutter? wiederholte Roſina außer ſich vor Freude.

Dort hinten, hinter dem Herrn Baron! Er ſteht da, mit dem Rücken nach uns gewendet, und ſpricht mit dem Sohn des Bauers Adrian.

Und er kommt nicht einmal uns zu begrüßen. Das iſt doch nicht ſchön von ihm. Gabriel iſt ein guter Junge, Mutter, aber er hat oft ſonderbare Gedanken im Kopfe. Was mag ihm nur wieder fehlen? Sie gewiß. Er iſt böſe auf mich. Warum? Das weiß Gott. Er iſt doch traurig. Ach, er kehrt ſich um, er ſieht mich.

Der Name Gabriel entfloh ihren Lippen und aufſtehend winkte ſie mit der Hand.

Ach Mutter! ſeußzte ſie,er geht von hier fort. Sein Blick iſt ſo ſtreng.

Was Du Dir doch für Sorgen machſt, Roſina! ſagte Mutter Hiob lachend.Der Himmel iſt ſo hoch, und doch ſteigen zuweilen Wolken in ihm auf.... Schlag Dir das aus dem Sinne. Sieh, da iſt der Vater. Er ſieht auch wieder ſo verſtört aus.

Meiſter Hiob verließ in dieſem Augenblick den Schieß⸗ ſtand, um ſich ſeiner Familie zu nähern. Schon von ferne konnte man an ſeinen Geberden und andem ſcharfen Ausdruck ſeiner Lippen wahrnehmen, daß er mit dem Erfolg des Schießens unzufrieden war.

Habe ich es nicht geſagt, daß ich behext bin? rief er

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