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Mutter Hiob / Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von Karl Arenz
Entstehung
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18 Mutter Hiob.

ſes Dorf nicht bewohnten; ſie betrachteten ſich aus dieſem Grunde als freie Leute und zeigten dieſes deutlich genug durch ihre ungezwungene Haltung.

Der Schulmeiſter war eben beſchäftigt, dem Baron in hochtrabenden Rathhausworten zu beweiſen, daß ſeine durch⸗ lauchtige Gegenwart für das Dorf und die Gilde ebenſo wohlthätig und fruchtbar wäre, als der Thau des Himmels, der nach einem Kraut und Bäume verſengenden Sommer⸗ tage auf das ſchmachtende Erdreich niederſinkt, die Natur labt, die Gewächſe tränkt und die Menſchen erfreut..... als der Gildediener mit voller Kraft ſeiner Stimme einen Auf⸗ ruf erſchallen ließ.

Männer vom zweiten Plotton) macht Euch fertig, Männer vom zweiten Plotton tretet an!

Dieſer Ruf erlöſte den Baron von dem Schulmeiſter und noch anderen ſeiner Schmeichler, und er wollte gerade einige Schritte vorwärts ſetzen, als er ſich ebenſo raſch wie⸗ der aufs Neue von den abgelöſten Schützen umringt ſah, die ihm Einer nach dem Andern mit vielen Complimenten und ſchmeichelnden Worten Bericht erſtatteten über die Anzahl Roſen, welche jeder der Männer vom erſten Plotton ge⸗ ſchoſſen oder nicht geſchoſſen hatte. Mochte nun der Baron Gefallen finden an den Huldbeweiſen, welche ihm darge⸗ bracht wurden, oder mochte er aus Nachgibigkeit den Bauern Gehör leihen; er ließ ſie gewähren, lächelte huld⸗ voll und ſchenkte einem Jeden nach der Reihe ein freund⸗ liches Wort.

*) Peloton, Trupp, Rotte.

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