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Mutter Hiob / Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von Karl Arenz
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Roſina geſetzt und fuhr ununterbrochen fort, freundliche und höfliche Worte an ſie zu richten, dann ſie um Aufſchlüſſe über das Feſt der Gilde zu fragen, dann ihr wieder ergötzliche Geſchichten von Bogenſchützen und Jägern zu erzählen, denn Herr Walter hatte für derlei Dinge ein reiches und gutes Gedächtniß. Mochte es ſein, daß Roſina nun zuweilen ſehr unaufmerkſam wurde und mit ihren Augen rund um ſich ſchaute, um Jemand zu ſuchen, ſo konnte man doch bemerken, daß ſie ſich dieſer Zerſtreuung ſchämte und ſich Gewalt anthat, um ſie vor dem Geſchäſtsfreunde ihres Bruders zu verbergen.

Der ganze Hof war erfüllt mit Leuten, die laut ſpra⸗ chen und lachten und jauchzten. An der Seite, wo Mutter Hiob ſich befand, ſaßen Frauen meiſtens Pachterin⸗ nen und Bäuerinnen mit ihren Töchtern und Kindern. Viele hielten den Blick auf Mutter Hiob gerichtet und wech⸗ ſelten unter einander einige ſtille Worte.

Ja, Katrien, dieſen ſchönen Herrn mit ſeinem weißen Hute, ſagte eine alte Bäuerin,den habe ich oft auf den Armen getragen.

Den Hugo? Von dem Brauer?

Ja, ja, nun iſt er reich und hat ein Handelshaus in der Stadt.

Die Mutter Hiob, das iſt eine Frau von Verſtand, das iſt wahr: aber ſagt, was Ihr wollt, wo das Glück iſt, will es ſein und bleiben. Sie hat Alles, was ihr Herz verlan⸗ gen kann.

Geld genug.

Geſundheit zu verkaufen.