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Mutter Hiob / Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von Karl Arenz
Entstehung
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Mutter Hiob. 9

Dein Vater iſt vielleicht froher als ich, daß Du gekommen biſt, aber es liegt in ſeiner Art, immer Etwas im Kopfe zu haben, um ſcheinbar dagegen zu knurren. Es iſt nicht ſo gemeint. Später, wenn er beim Schießen iſt und es ihm gut geht, wird er ſchon fröhlich und gutes Muthes ſein.

Meiſter Hiob wandte ſich um, ſtampfte in den Sand des Weges, daß er ihm rund um die Kniee ſtäubte, und rief mit ſchlecht unterdrücktem Aexger:

Kommt Ihr nicht? Die Weiber, ſie kriechen einher wie die Schnecken. Nun, eilt Euch was, um Gotteswillen, oder ich komme zu ſpät zu meinem Schuſſe. Man würde, auf mein Wort, da hinten froh genug darüber ſein. Es iſt wahrlich ſo, als ob Ihr meine Feinde gegen mich unter⸗ ſtützen wolltet, aber ich werde ſie lehren, die Mißgünſtigen.

Herr Walter, nehmen Sie es nicht übel, ſagte Mutter Hiob, den Kopf umwendend,daß wir etwas ſchneller gehen, und ſie ſelbſt beſchleunigte den Schritt, um ihren knurrenden Mann zu befriedigen. Hugo, dem das Wort Feinde auf⸗ fallend in dem Ohre geklungen hatte, war zu ſeinem Vater geeilt, und ihn beim Arme nehmend, fragte er ihn:

Aber Vater, iſt Jemand in dem Dorfe, der Dir Ver⸗ druß bereitet? Du haſt niemals Feinde gehabt, zum wenig⸗ ſten nicht, daß ich es wüßte.

Nun, ich habe deren doch, knurrte der Brauer wie er⸗ grimmt.Wenn ſie dieſen Bogen in meiner Hand zerſplit⸗ tern könnten, ſie würden es nicht laſſen. Unglücklicherweiſe bin ich heute nicht in meiner guten Laune, ſonſt würde ich ihnen einmal zeigen, wie Meiſter Hiob ſich rächt an Denieni⸗ gen, die ihn beneiden.