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8 Mutter Hiob. zwungenheit oder von einer geſuchten Höflichkeit zeugte. Roſina, Hugo's ſchöne und liebevolle Schweſter, ging an ſei⸗ ner Seite. Das Mädchen horchte mit Aufmerkſamkeit und Freude auf die feine ſtädtiſche Sprache des Herrn Walter, welcher Alles ſo ſchön zu ſagen wußte, daß es ein Wunder war. Vielleicht auch ging das beſtändige Lächeln um Ro⸗ ſina's Mund und die Aufmerkſamkeit ihrer großen blauen Augen nur aus einem Pflichtgefühle hervor— denn war Herr Walter nicht der Handelsgenoſſe ihres Bruders? Und mußte ſie ihn nicht ehren und ihm nicht freundlich ſein, ihm, deſſen Namen ihr Bruder nur mit Lob und Dankbarkeit aus⸗ ſprach? Alle dieſe Perſonen außer dem Brauer ſchienen, während ſie gingen und ſich unterhielten, ſehr mit dem Kinde beſchäftigt zu ſein. Es war auch ein ſo liebes und artiges Knäblein, und Mutter Hiob ſchien ſich ſehr zu erfreuen an allen den Lobſprüchen, die man an ſie über des Kindes Schön⸗ heit und ſein liebliches Geſichtchen richtete. Man konnte bemerken, daß ſie es mit Vorliebe gekleidet und ſeine blon⸗ den Haare mit Sorgfalt gekräuſelt hatte.
Indem ſie das Kind wegen ſeiner allzugroßen Eile, um bei der Trommel zu ſein, liebevoll zurechtwies, hielt Hugo mit Nachdenken das Ange auf ſeinen Vater gerichtet und be⸗ merkte mit einer gewiſſen Unzufriedenheit deſſen ungeduldige Geberden— die Rede ſeiner Mutter unterbrechend, ſagte er:
„Der Vater ſieht ganz verdrießlich aus. Es iſt doch trau⸗ rig, daß jedes Mal, wenn ich zuweilen einen Tag hier im Hauſe zubringen kann, immer Etwas fehlt.“
„Es ſind Launen, Hugo, das weißt Du wol,“ antwortete die Frau lächelnd.„Laß Dir das nicht zu Herzen gehen.
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