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Mutter Hiob. 3
Sieh! Da ſtrömt die Menge zur Kirche heraus. Es iſt ein bunter Schwarm von Frauen mit Spitzenhauben und rothen Halstüchern, von Männern mit blauen Kitteln, von Kindern mit blonden Krausköpfen und rothen Wangen.....
Eine Ueberraſchung trifft die bunte Schaar. Auf dem Antlitze eines Jeden glänzt ein Ausdruck der Wonne und des Glücks: die Trommel iſt gerührt worden.
Da läuft der Diener der St. Sebaſtiansgilde trommelnd rund um die Kirche, er hebt die nervigen Arme über ſeinen Kopf und läßt ſie mit ſolcher Kraft niederfallen, als wollte er die donnernde Eſelshaut in Stücke zerſchlagen.— Der Mann iſt wol ſeltſam aufgeputzt: auf ſeinem Kopfe ſteht ein wunderlich großer Claquehut, über welchem eine rothe Feder mit grünen Spitzen hin und her flattert. Seine Klei⸗ der ſind mit gelben Borden beſetzt, er trägt weiße Strümpfe, die über ſeinen Knieen mit Bändern von Flittergold be⸗ feſtigt ſind, himmelblaue Litzen verzieren ſeine Schuhe. Seine Bruſt und ein Theil ſeines Rückens ſind ganz mit ſilbernen Gegenſtänden behangen und das vorzüglichſte von dieſen iſt eine Platte, auf welcher das Bild des St. Sebaſtian getrie⸗ ben iſt. Rund um dieſelbe glänzen Medaillen, ſilberne Löffel, Trinkbecher, ja ſelbſt eine Pfefferbüchſe und zwei Zucker⸗ zangen: das ſind die Preiſe, welche die Gilde ſeit ihrem Beſtehen auf anderen Dörfern mit dem edlen Handbogen
davongetragen hat. Dieſe Denkzeichen der gemeinſchaftlichen
Siege machen einen Theil von dem Feſtgewande des Gilde⸗
dieners aus; und er wird ſie immer tragen und ſollte er auch
bei fernern reicheren Siegen der Geſellſchaft einmal darunter
niederſinken. Während er den lautſchallenden Ruf an alle 1.


