2 Mutter Hiob.
Ueber den Feldern— aus deren Schoos das liebliche Dörf⸗ chen ſich erhebt, wie ein Eiland inmitten eines weiten Korn⸗ ſees— glänzt die Mittagsſonne mit reifender Glut. Kein Lüftchen bewegt die gebogenen Aehren. Alles iſt regungs⸗ los und ſchweigend, die Vögel haben ſich verborgen und ſitzen lechzend unter dem Laube, ſelbſt die kleinen Kerbthierchen, die ſonſt ſo gern in dem Sonnenfeuer ſich baden, entfliehen nun vor der trocknen und verſengenden Luft nach kühleren Orten.
Eine feierliche Stille ſcheint ſich meilenweit über das Dorf geſenkt zu haben. Die Einſamkeit iſt vollſtändig, kein Fuß betritt die Pfade, die— gleich den Strahlen eines un⸗ Wald und Gehöfte ſich
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ermeßlichen Rades ſchlängelnd, durch das Korn hinlaufen, um ſich zu vereinigen an dem Fuße des demüthigen Kirchleins, an der Stelle, wo Aller Väter ruhen, wo Aller Leben beginnt und endet, wo in dieſem Augenblick Aller Hoffnung und Aller Dankbarkeit in einem brüderlichen Chorgeſange zum Himmel ſteigen.
Wahrlich es iſt Sonntag, der Tag der Ruhe und des Gebetes. Die Dorfbewohner ſind nach der Kirche gegangen, um dem Lobe beizuwohnen..... und indem ſie mit gefal⸗ teten Händen Gott um eine reiche Ernte bitten, verleiht der gute Vater ſeiner Sonne die glühende Kraft, die das Brod der Armen und Reichen mit Lebensnahrung erfüllen muß.
Aber bald wird der letzte Ton des Lobgeſangs unter der Buche des Kirchleins verhallt ſein; dann, nach Beendigung der heiligen Feier, wird die Frende beginnen, das Dorf wird wiederhallen von frohem Jauchzen, und auf die Stille des Gebets wird lautes Feſtjubeln folgen!
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