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und Bräutigam mit einander trinken an dem Quell der ewigen Liebe. Leo, Leo, lebe wohl!“
Ein convulſiviſches Zittern ſchien ſie zu er⸗ faſſen; ich fuhr zurück, nicht vor Schrecken, ſon⸗ dern aus Ehrfurcht vor dem feierlichen Geheimniß der Seelenerlöſung, welche hier vor ſich gehen ſollte.
Roſa machte noch eine Bewegung; ſie faßte das Crucifir, welches auf ihrem Herzen lag, brachte es an den Mund, drückte es mit Kraft an ihre Lippen, hob das brechende Auge zum Himmel und blieb ſo bewegungslos liegen..
Während der Prieſter die Gebete der Kirche über der Sterbenden murmelte, hielt ich in Verzückung das Auge auf ſie geheftet.
Ach, wie war er ſo ſchön, der ſüße Engel, der eine Brautkrone ſtatt eines Lichtkranzes trug! Wie ſtrahlte die Seligkeit auf ihrem lächelnden Antlitz! Welche Hoffnung, welcher Glaube, welche Erhebung zu Gott in dem bewegungsloſen Blicke!
Ich faltete die Hände und erbebte vor Ehrfurcht und Bewunderung; aber die Stimme des Prieſters erklang durch das ſtille Gemach.
„Kinder,“ ſprach er in traurigem Tone,„Kinder, betet; ihre Seele iſt aufgefahren zum Himmel!“
Alle Kniee beugten ſich; ich fiel vor dem Bette zu Boden, hob die Arme empor, um dem allmäch⸗ tigen Lenker der menſchlichen Geſchicke zu danken für ſeine unermeßliche Güte... 2


