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Das eiserne Grab / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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Arme und legte ſie auf ihr Bett.... Ich wartete zitternd auf die Ankündigung ihres Todes. Ach, jetzt war wohl unſere Heirath vor der Welt

gerechtfertigt; aber ſollte Gott unſerer Liebe ſeinen

Segen verweigern? Mußte die arme Roſa in das Grab ſteigen ohne dieſe letzte und höchſte Genug⸗ thuung?...

Mein Schrecken hatte mich betrogen: die ruhige Haltung, die ausgeſtreckte Lage des Körpers ließ das wenige lebenskräftige Blut, das noch vorhanden war, dem Herzen der Kranken zufließen. Sie öffnete bald die Augen und bedeutete den Prieſter durch einen Wink, daß ſie bereit ſei, auch in ſeine Hände den feierlichen Eid abzulegen.

Ohne Zeitverluſt begann der Diener des Herrn die Gebete der Kirche über uns zu leſen. Er fügte unſere Hände zuſammen, ließ uns das Gelübde ewiger Treue ausſprechen und ſprach dann in ein⸗ dringlichem Tone, der wie der Laut einer Stimme aus dem Himmel in meinem Herzen wiederhallte:

Seid geſegnet: Gott hat euch unzertrennbar vereinigt!

Ein triumphirender Schrei erhob ſich aus Roſa's Buſen; ſie zog mich an ſich, umſchloß mich mit ihren Armen und ſprach zu mir in der erſten und letzten Umhalſung:

Mein edler Freund, mein theurer Bräutigam, nun habe ich lange genug auf Erden gelebt. Ich gehe von hinnen; die Stimme Gottes ruft mich. Ich bin glücklich, ich bin ſelig. Lebe wohl, denke an mich, erfülle Dein Gelübde. Möge die Hoffnung das Licht Deines Lebens bleiben.... bis daß Braut

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