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dürfe ihren Vorſchlag, mich auf ewig mit einer Frau verbinden zu laſſen, die wahrſcheinlich demnächſt auf dem Kirchhofe ruhen würde, nicht annehmen, wenn
mein Geiſt ſich im Mindeſten vagegen ſträube, oder
der leiſeſte Zweifel ſich in mir rege; ſei aber meine Anhänglichkeit innig und endlos genug, um mein Leben ſolchergeſtalt dem Gedächtniß einer Todten zu weihen, ſo flehe ſie um meine Zuſtimmung als den höchſten Beweis, welchen ich ihr von meiner Liebe geben könne.
Bis zu Thränen gerührt, verſicherte ich ſie, daß ich niemals ſo viel Glück zu hoffen gewagt hätte und mit einem Gefühl unausſprechlicher Seligkeit den Segen des Prieſters über unſere Liebe ausſprechen hören würde.
Sie ſchaute mir mit dem Glanze der Verklärung auf ihrem Antlitz in die Augen und ſprach:
„Von nun an, Leo, wirſt Du vergeblich die Zeichen der Betrübniß auf meinem Angeſichte ſuchen. Ich werde mit froher Hoffnung den feierlichen Augen⸗ blick unſerer Heirath erwarten; und läßt Gott mich ihn erreichen, dann komme der machtloſe Tod! Er wird mich weder erſchrecken noch bekümmern; denn er wird Nichts brechen, Nichts ſchwächen und Nichts ſcheiden. Jetzt komm', Leo, wir wollen hinein⸗ gehen. Wenn Du fort biſt, dieſen Mittag, werde ich mit meinem Vater von der bevorſtehenden Ver⸗ bindung ſprechen. Gib mir den Arm iſt es gut. Himmel, welches Glück, welcher Stolz durchdringt mich! So zu gehen an dem Arme ſeines Verlobten! Mich geſtützt fühlen von demjenigen, der bald mein Gatte ſein wird!“
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