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Das eiserne Grab / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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von hier die Mittel zum Unterhalt ſuchen mußt, welche

das geringe Bodeghem Dir nicht zu bieten vermag? Wie wirſt Du dann meinem Gedächtniß treu bleiben können? Wie wirſt Du dann über meinem Grabe wachen? Und wird meine Seele dann vom Himmel aus Dich nicht auf Erden herumirren ſehen, mit einem erkälteten Herzen, worin Lebensſorgen die Erinnerung verdüſtert haben?

Es war mir leichter, feurige und überzeugende Worte zu finden, um dieſen Zweifek ſiegreich zu be⸗ kämpfen. Ich erneuerte mein Gelübde und verſicherte ſie, mein Herz könne nicht ein einziges Mal klopfen, ohne daß die Erinnerung an ſie und die Hoffnung, bald mit ihr vereinigt zu ſein, immer mit neuem Leben in mir aufſtiegen.

Aber ſie fuhr plötzlich wie aus einem Traume

auf und ſagte:

Leo, ehe ich ſterbe, will ich Deine Frau werden...

Bei dieſen überraſchenden Worten wandelte mich

ein Zittern an, und meine Wangen entfärbten ſich.

War es Beſtürzung, Schrecken oder Freude? Gleich⸗ viel, ich war im höchſten Grade bewegt und rief mit aufgehobenen Händen:

Himmel! Roſa, was ſagſt Du? Meine Frau?

Du?.. Auf Erden?

Siehſt Du, Leo, fuhr ſie mit feierlicher Ruhe fort, wenn das Geſetz uns verbunden und der Se⸗ gen des Prieſters unſere Liebe geheiligt hätte, dann

wäre unſere Neigung nicht allein gerechtfertiat vor der Welt, ſondern ſelbſt vor Gott, in deſſen Namen

wir unzertrennlich vereint würden. Dann kann ich

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