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Das eiserne Grab / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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Gedanken meines Herzens wiſſen, mir verbleiben und Geſellſchaft leiſten, bis ich gleichfalls das Haupt zum ewigen Schlaf des Leibes niederlegte.

Was waren einige Jahre Wartens für mich, wenn dieſelben durch die Sonne der Erinnerung er⸗ hellt blieben! Wenn ich in dieſem kurz dauernden Erile durch die Ueberzeugung von ihrer Gegenwart geſtützt wurde! Und wie viel größer mußte unſere Freude dort oben im Himmel ſein bei dem Rückblick ohne Ende!

Solche Gedanken tauchten unaufhörlich in meinem

Geiſte auf. Sehr oft erregte mir die Furcht vor

dem Tode noch ein Zittern, und wenn ich ganz allein war, ſprangen noch Thränen aus meinen Augen; doch war dieß das letzte Ringen meiner irdiſchen Natur gegen den angeborenen Schauder vor ihrer Vernichtung. Endlich brachte ich es unter dem Ein⸗ fluß von Roſa's begeiſternden Worten in der Be⸗ trachtungsweiſe des Todes und der Zukunft ſo weit, daß ich mit heiterer Gelaſſenheit, ja mit einer Art ſeliger Ruhe Stunden lang von Dingen ſprechen konnte, welche den Menſchen mit Entſetzen erfüllen und mich früher vor Angſt und Schmerz zum Er⸗ ſtarren brachten.

Vielleicht lag auch jetzt noch etwas Uebertriebenes in dieſer Schwärmerei; vielleicht ſcheint es unerklär⸗ lich, daß ich in ſo kurzer Zeit mein Gemüth zu einem übernatürlichen Begriff von der Ewigkeit zu erheben vermochte; aber hätte auch Roſa ſich in einem Irr⸗ thum befunden, ihre Macht über mich zeigte ſich ſo grenzenlos, daß ſie mich ſelbſt zu dem blinden Glauben an unmögliche Dinge zu bewegen im Stande

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