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Das eiserne Grab / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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Intereſſe für ſie haben mochten, oder ihre Furcht mäßigen, wenn nicht vertreiben konnten.

Noch zweimal fügte es der Zufall, daß ich mit Roſa allein war. Dabei war ſie bemüht, ihren un⸗ begrenzten Glauben an die Unmacht des Todes mir immer tiefer in's Herz zu pflanzen. Sie mußte wohl einen mächtigen Einfluß auf mich ausüben; denn wenn die Abendſtunde gekommen war, und Roſa, welche zuletzt ſich ſehr ermüdet gefühlt hatte, zur Ruhe ging, verließ ich das Schloß mit einem triumphirenden Lächeln auf den Lippen, das nichts Anderes als eine Herausforderung war, welche ich dem Tode zuſchleuderte.

XXXI.

Einige Tage lang ſchien Roſa allmälig mehr Kraft und Lebensfrende zu gewinnen, in dem Maaße, als es ihr durch immerdar wiederholte Bemühungen gelang, ihre ſeltſame Hinneigung zum Tode auf mich gleichfalls zu verpflanzen. Und in der That, obwohl mir noch die Hoffnung blieb, ſie geneſen zu ſehen, jagte mir doch der Gedanke, daß ſie ſterben könnte, nicht alle Zeit Schrecken ein. Es kamen ſogar Augen⸗ blicke, da ich gleich Roſa den Tod nur als einen Vorfall betrachtete, welcher, ohne das Leben zu unterbrechen, die Seele von ihren leiblichen Banden erlöst und ihr den freien Beſitz der unendlichen Macht gewährt, welche ſie ihrem göttlichen Urſprung zu verdanken hat. Roſa konnte alſo, wenn ſie auch die Welt verließ, mich dennoch ſehen, mich hören, die