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nung Worte gab, machte Roſa mir ein Zeichen, mich neben ihr niederzuſetzen. Frau Pavelyn ſtand, nach⸗ dem ſie einige Worte mit uns gewechſelt hatte, auf und entfernte ſich, als wollte ſie Etwas im Hauſe holen. Sobald ſie verſchwunden war, ſagte Roſa zu mir:
„Leo, ich habe meine Mutter gebeten, mich mit Dir allein zu laſſen. Geſtern konnte ich nicht frei mit Dir ſprechen; laß' uns jetzt ein Bischen aus dem Herzen plaudern. Sage mir, haſt Du während der traurigen Abweſenheit viel, recht viel an mich gedacht?“
„O Roſa,“ ſeufzte ich,„worin kann mein Leben anders beſtehen, als in dem Gedanken an Dich, an Dich allein, Tag und Nacht? Dein Zweifel macht mir Schmerz..
„Nein, nein, ſei ruhig, Leo,“ fiel ſie mir lächelnd in's Wort.„Ich habe Unrecht, darnach Dich zu fragen, denn ich weiß, was Du gelitten haſt, und welche Gedanken Deinen Geiſt beherrſcht haben. Meine Seele hat ſich Dir auf der Reiſe zugeſellt; ich habe Deine Thränen in der Einſamkeit fließen ſehen; ich habe Deine Lippen meinen Namen mur⸗ meln hören; ich habe Dich meinem Bilde, das Dir vor Augen ſchwebte, zulächeln ſehen. Wundere Dich darüber nicht, Leo. Um die Schläge Deines Her⸗ zens zu zählen, brauche ich nur, ſo weit Du auch von mir entfernt biſt, die Hand auf mein eigenes Herz zu legen, und ich bin ganz gewiß, daß dem geringſten Zittern in dem meinigen eine gleiche Em⸗ pfindung in Deinem antwortet.“
Bebend vor Rührung faltete ich die Hände und


