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Das eiserne Grab / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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nicht länger über meine Heimkehr in Unwiſſenheit laſſen dürfte.

Roſa flehte mich mit gefalteten Händen an, ſie morgen doch recht frühe zu beſuchen. Ein himm⸗ liſchſüßes Lächeln ſtrahlte von ihrem Geſichte mir zu; Herr Pavelyn drückte mir noch einmal die Hand.. ich ſchritt getroſt und beinahe glücklich an der Seite meiner Mutter unſerer Wohnung zu.

Des andern Tages, nach einer Nacht voll wech⸗ ſelnder Träume von Angſt und Hoffnung, verließ ich mein Bett mit der erſten Morgendämmerung; aber wie ſehr auch die Begierde, bei Roſa zu ſein, mich beherrſchte, verharrte ich doch Stunden lang bei meinen Eltern im Geſpräche über meine Flucht und über meinen Zuſtand überhaupt. Ich fühlte, und meine Mutter hatte es mir leicht begreiflich gemacht, daß Roſa ſehr ermüdet geweſen war, und ich nicht wogen durfte, durch mein allzu frühes Erſcheinen ihr die zur Ruhe nöthige Zeit zu rauben.

Es ſchlug neun Uhr auf dem Thurme der Dorf⸗ kirche, als ich endlich mich nach dem Schloſſe begab. Bei meinem Eintritt in den Garten ſah ich Roſa von ferne mit ihrer Mutter im Schatten einer dicht⸗ belaubten Linde ſitzen; dieſer Beweis, daß die Auf⸗ regung des vorigen Tages ihr nicht ſchädlich geweſen war, ſtimmte mich ſo heiter, daß mir ein Schrei des Frohlockens entſchlüpfte.

3 Während ich meiner Freude und meiner Hoff⸗

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