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ſtammelte Worte feuriger Dankbarkeit. Roſa's Stimme
war ſo ſüß, auf ihrem bleichen Angeſicht ſtrahlte eine ſo heitere Gemüthsruhe, daß ihre Worte, eines nach dem andern, gleich eben ſo vielen Tropfen eines heil⸗ ſamen Balſams mir in den wogenden Buſen fielen. Es mußten durch Roſa's Geiſt Gedanken fluthen, welche ſie nicht ausſprach; denn ſtatt auf das, was ich ſagte, zu antworten, fragte ſie mich plötzlich: „Und wenn ich der Krankheit vor Deiner Rück⸗
kehr unterlegen wäre, Leo, würdeſt Du dennoch alle⸗
zeit an die arme Freundin Deiner Kindheit gedacht haben, nicht wahr? Und Du würdeſt mit Ungeduld den Ruf Gottes erwartet haben, um auf dem Kirch⸗ hofe neben ihr ruhen zu können, nicht wahr?“
„O, ſprich von ſolchen ſchrecklichen Dingen nicht!“ flehte ich.„Du befindeſt Dich heute bereits um ſo Vieles beſſer; Du wirſt geneſen, zweifle nicht daran; aber Du mußt Dir auch ein Bischen Mühe geben, Roſa, um die ungegründete Furcht aus Deinem Geiſte zu verbannen. Und thäteſt Du es auch nur aus Mitleiden mit mir!“
„Ich habe erſt kürzlich einen ſeltſamen Traum gehabt,“ fuhr ſie fort,„einen Traum, der nicht länger als eine halbe Nacht gedauert hat, aber mich dennoch zwanzig Jahre und weiter in die Zukunſt hineinleben ließ. Ich war geſtorben... Nein, beunruhige Dich nicht, Leo: es war nur eine Viſion im Schlafe.. ich hatte auch Thränen vergoſſen und vor dem Tode zurückgeſchaudert, weil ich wähnte, er würde mich auf ewig ſcheiden von Allem, was mir theuer auf Erden war. Wie hatte ich mich ge⸗ täuſcht! Von Gottes Schooße aus konnte meine
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