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Das eiserne Grab / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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lag gebabt, ein längeres Leben zu hoffen; aber nun biſt oit Du da! Ich fühle mich bereits viel beſſer; mein Herz ſchlägt freier; es iſt Etwas, ein geheimes Ge⸗ fühl wiederkehrender Stärke, welches mir die Ueber⸗ Du zeugung einflößt, daß ich dem Tode noch entgehen werde. Du wirſt es ſehen; ſchon morgen will ich ſeſ⸗ mit Dir und meiner guten Mutter im Garten luſt⸗

mir wandeln; wir werden von unſerer Kindheit ſpre⸗ chen; wir werden unſere ſüßeſten Erinnerungen

wieder erwecken; das ſchöne Wetter wieder genießen und die Pracht der milden Natur bewundern. So ige werde ich meine Krankheit vergeſſen, Kräfte gewinnen h und allmälig wieder die Geſundheit bekommen. Ja, ja, Leo, ich bin deſſen gewiß; der liebe Gott hat iſch Dich beſtimmt, mir zweimal das Leben zu retten. P Dich zu ſehen, genügt allein, um mich geneſen zu hrer üſen Seib alſ⸗ gutes Muthes, ihr Alle, die ihr mich ſo zärtlich liebt; denn das Licht der Erlöſung Wt iſt wahrſcheinlich für mich aufgegangen!“ Ihre Worte, im Tone feſten Glaubens geſprochen, ich machten einen tiefen Eindruck auf mich und ihre ſelt öltern. Ich begann in meiner ſchrecklichen Ueber⸗ icht zeugung zu wanken; ein frohes Lächeln auf meinem c Geſichte verrieth die glückliche Hoffnung, welche ſich ſiei wieder in mein Herz geſenkt hatte. 4 1 . Roſa ſprach noch eine Weile mit demſelben be⸗ euf⸗ geiſterten Vertrauen, bis ſie keine Thränen mehr in den Augen ihrer Mutter blinken ſah und den Ein— druck meiner Verzweiflung vernichtet zu haben wähnte. 5 5 Jett begann ſie über meine Reiſe mich zu befragen

ut und wollte bis in's Einzelnſte wiſſen, wie ich wäh⸗ uth rend meiner langen Abweſenheit gelebt hatte und Conſcience, Das eiſerne Grab. 19 6