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Das eiserne Grab / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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grund des Schmerzes, in welchen ich verſunken lag, aufzurichten: aber ich blieb für Alles gefühllos und antwortete nur durch Schluchzen, bis Roſa im Tone der innigſten Bitte mir in's Ohr flüſterte:

„Leo, ich danke Dir für Deine Thränen; aber habe doch Mitleid mit meiner armen Mutter. Du zerreißeſt ihr ſo grauſam das Herz! Aus Liebe zu mir, zeige Muth und Vertrauen zu meinem Looſe!“

Dieſe Worte brachten mich einigermaßen zu mir ſelbſt; ich that mir Gewalt an, um meinen Schmerz zu bezwingen. Während die Thränen noch ſtill über meine Wangen floßen, ſuchte ich meine übermäßige Aufregung durch das unwiderſtehliche Gefühl von Glück zu erklären, das mir beim Wiederſehen meiner Wohlthäter und meiner Mutter die Seele erſchüttert hätte.... aber Roſa unterbrach meine trügeriſche Auslegung. Sie deutete auf einen Stuhl an ihrer Seite und ſprach:

„Komm, Leo, ſetze Dich neben mich. Ich kann ſo weit weg nicht mit Dir ſprechen; es greift mir die Bruſt an.“

Als ich ihr Folge geleiſtet hatte, ſchaute ſie mich mit einem heitern Lächeln an und richtete einen ſelt⸗ ſamen tiefen Blick in meine Augen. Ihr Geſicht erglänzte in dem Lichte der Liebe und des Glückes; aber die Ruhe, die Freude in dieſen ausgemergelten Zügen flößte mir neue Angſt ein, und ich ließ ſeuf⸗ zend den Kopf auf die Bruſt ſinken.

„Es macht Dir viel Schmerz, mich krank zu ſehen, nicht wahr, Leo?“ ſprach ſie mit leichter, fröh⸗ licher Stimme;„ach, wäreſt Du nicht gekommen, dann hätte ich vielleicht weder Kraft noch Muth

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