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ohne ein Wort zu ſprechen, über den Gang, öffnete die Thür eines Zimmers und rief:
„Ah, hier iſt Herr Leo!“
Drei oder vier Stimmen antworteten mit einem Freudenſchrei auf dieſe Meldung. Ich ſah Roſa aus einem Lehnſtuhl, der ganz mit Kiſſen beladen war, aufſpringen; ich ſah meine Mutter, welche eine Hand der armen Kranken hielt; ich ſah Herrn und Frau Pavelyn mein Erſcheinen mit dem Lächeln des Willkomms auf dem bedrückten Angeſicht begrüßen
Aber Roſa! Ach, wie hatte die Krankheit ſie verändert! Die hohlen Wangen, die glaſigen Augen, die blauen Lippen!
Es war alſo richtig, der Tod hatte ſein Schlacht⸗ opfer gezeichnet; ich war nur gekommen, um ſie ſter⸗ ben zu ſehen!
Durch dieſen ſchrecklichen Gedanken mit unend⸗ licher Verzweiflung geſchlagen, fühlte ich meine Kniee wanken; ich that mir Gewalt an, um zu ſprechen; aber, als wäre ich wieder ſtumm geworden, ich be⸗
wegte vergeblich meine Lippen: kein Laut wollte mir
aus dem Munde Plötzlich brach eine Thränen⸗ fluth aus meinen Augen; ich ließ vernichtet und kraftlos mich auf einen Stuhl fallen und ſank mit dem Kopf, die Hände vor dem Geſicht, auf den Rand eines Tiſches.
Ich hörte Roſa's ſüße, ſchwache Stimme Worte des Troſtes zu mir ſprechen; ich fühlte die Arme meiner Mutter, welche mir den Kopf aufrichten wollte, um mich zärtlich zu umarmen; Herr Pavelyn drückte mir die Hand und ſuchte durch Beweiſe einer unverminderten Zuneigung mich aus dem Ab⸗


