Druckschrift 
Das eiserne Grab / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
Einzelbild herunterladen

n ſ

einen

unter ildes

der nach e be⸗ ganz Bis⸗ nicht enzu neine von las mir t zu⸗

mit ein⸗ gen⸗ tten. und

chrei nach

n mei⸗

Sie

285

„Sie ſtirbt? Wer?“ fragte man.

„Da! Sie! Die Hoffnung! Mein Bild! Meine Kunſt! Mein Leben!“ raste ich gleich einem Wahn⸗ ſinnigen.

Mein Meiſter ſtellte ſich vor die Thüre und ver⸗ ſperrte mir den Ausgang.

„Armer Junge!“ ſeufzte er;„ſo kann ich Sie nicht ziehen laſſen: Sie ſind im Kopfe verwirrt!“

„O, nein, nein, Sie irren ſich: ich bin nicht ver⸗ rückt. Urtheilen, urtheilen Sie ſelbſt! Ich war ein armes, ſtummes Kind. Ein anderes Kind, eine Tochter reicher Leute, hat mich aus dem Elende em⸗ porgehoben, mich unterwieſen, mich zum Künſtler gemacht. Zur Jungfrau herangewachſen, hat ſie ihren Schützling mit ſolcher Innigkeit geliebt, daß ſie die Beute dieſer unglücklichen Liebe wird. Jetzt liegt ſie vielleicht auf dem Todtenbette; ſie ruft mich, um ſie zu retten, um ihr die Augen zu ſchließen... Und ich ſollte auf ihren Nothſchrei nicht fliegen? Ach, ich bitte, ich beſchwöre Sie, laſſen Sie mich abreiſen!“

„Ich begreife,“ antwortete mein Meiſter mit Thränen in den Augen;„aber Sie wollen doch S2 zu Fuß nach Antwerpen gehen? Haben Sie Geld?“

„Geld?“ murmelte ich, von dieſer Frage be⸗ troffen.„Geld? In meinem Zimmer... zu wenig vielleicht!“

Der edelmüthige Mann nahm einige Napoleons⸗ d'or aus der Taſche, drückte ſie mir in die Hand und ſagte:

„Da, Gott behüte Sie auf der Reiſe. Kehren