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Das eiserne Grab / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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„Ich eile zu dem Bankier!“ rief er aus.„Er muß kommen, auf der Stelle kommen. Er müßte ſehr anſpruchsvoll ſein, wenn er dießmal wieder nicht zufrieden wäre. Iſt er zu Hauſe, ſo bringe ich ihn mit. Wirf die Lehmklumpen ein Bischen zur Seite und laß die Gardine etwas nieder: Dein Bild empfängt nicht Licht genug....“

Mit dieſen Worten eilte er die Treppe hinab und ließ mich in einer höchſt lebhaften Erregung von Freude und Stolz zurück.

Nach einer halben Stunde Wartens hörte ich ein Geräuſch von Schritten, welches nach dem Stock⸗ werk, wo meine Werkſtätte ſich befand, empordrang. Ich ging in eine entfernte Ecke des Zimmers und ſetzte mich dort, um Niemand in dem Wege zu ſein, an einem Tiſche nieder, in der Haltung von Jemand, der mit Zeichnen beſchäftigt iſt.

Ich hörte einen Ruf der Bewunderung aus dem Munde des Bankiers ertönen und ihn zu meinem Meiſter ſagen:

„O, das iſt herrlich! Ich wünſche Ihnen Glück. Dießmal haben Sie beſſer als ich begriffen, was ich verlangte. Empfangen Sie meinen aufrichtigen Dank. O, das Bild lebt! Und welcher Ausdruck, und welche Erhebung zu Gott! Ja, ja, ſo muß die Hoffnung der Chriſten dargeſtellt werden....“

„Und wenn ich Ihnen ſagte, daß dieſes Bild nicht von meiner Hand herrührt?“ fiel mein Meiſter dem Bankier in die Rede.

„Wie meinen Sie das?“ fragte dieſer überraſcht.

„Ich werde wohl Etwas daran ändern,“ ant⸗ wortete der Bildhauer.„Es iſt zu mager, und hie