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Hoff⸗ pirirende rch mein
Werk ihr näher, mehr in Gemeinſchaft mit ihrer Seele, als in meinen lebhafteſten Träumen. Und wie formte ſich der Lehm gleichſam durch Zauberei unter meinen Händen! Hätte ich zwanzig Arme gehabt, mich dünkt, ich hätte nicht ſchneller arbeiten können!
Dennoch, als ich mein Bild in ſeiner wirklichen, allerdings noch rohen Form vollendet hatte, beküm⸗ merte mich ein mißlicher Umſtand, dem ich vergeb⸗ lich auszuweichen geſucht hatte. Nicht allein zeigte mein Bild die feierliche Haltung und den begeiſter⸗ ten Ausdruck von Roſa in dem Augenblick, da ſie zum Lebewohl mich auf den Himmel verwieſen hatte, ſondern es war auch ſo genau ihr Portrait, daß meine Hand unwillkürlich den Stempel der Kränk⸗ lichkeit und des Siechthums ihren Gliedern und ihrem Angeſicht aufgedrückt hatte. Mein Werk war alſo zu dünn von Formen und zu mager von Linien.
Lange Zeit ſtrengte ich mich an, dieſem Mangel abzuhelfen; endlich gelang es mir wenigſtens theil⸗ weiſe, und mein Modell erhielt einige Rundung, mindeſtens ſo viel, um demſelben das ſcheinbar Ab⸗ ſichtliche des Siechthums zu benehmen.
Jetzt begann ich mit noch mehr Vertrauen und Eifer mein Bild fertig zu machen und ich kam damit ſo raſch vorwärts, daß ich den achten Tag beinahe ganz damit zubrachte, voll Entzückens mein Werk anzuſchauen, da ich daran Richts mehr zu verbeſ⸗ ſern wußte.
Nachmittags war mein Meiſter nach Hauſe ge— kommen. Ich erkannte ſeine Stimme auf der Treppe und wartete mit klopfendem Herzen, bis er die


