—
Ich bin neugierig, zu erfahren, was Sie können... Alſo, es bleibt dabei, nicht wahr, morgen gehen Sie an die Arbeit? Und Sie machen mir eine Hoff⸗
nung, welche chriſtlicher Art iſt?“
Ich verſprach, mein Beſtes zu thun, um ſeinen
Beifall zu verdienen.
Des andern Tags griff ich mit ungemeinem Eifer
den Lehm on; ich arbeitete ihn tüchtig durch, ich tnetete ihn zu großen Brocken und baute ihn zu an⸗ ſehnlicher Höhe auf, denn ich war ſo begeiſtert und ſo klar, ſo lebendig ſtand das gewünſchte Bild vor meinen Augen, daß ich es für überflüſſig erachtete, erſt eine kleine Skizze zur Richtſchnur für meine Ar⸗ beit zu entwerfen.
Waos ſollte mein Bild werden? Wo ſollte ich meine Inſpiration herholen? Aber wer auf Erden hatte die Hoffnung in einem menſchlichen Weſen ver⸗ körpert geſehen, wie ich? Roſa! Roſa, mit dem zum Himmel deutenden Finger, mit der aufwallen⸗ den Seele in dem Blick, mit dem, gleich einem hei⸗ ligen Lichte von ihrem Antlitz zu Gott, dem Urquell
und Ziel aller Hoffnung, ausſtrahlenden Glauben
an ein beſſeres Leben!— O, ich war wieder Künſt⸗ ler! Alle Heiterkeit meines Geiſtes war mir zurück gegeben; ich dachte an nichts mehr als an mein Schöpfung, und fühlte mich ſo glücklich und ſo groß daß ich nicht ſelten meine Thränen des Entzückens und der Freude mit dem Lehm vermiſchte. Wie an ders auch? Was ich machte, war das Abbild mei nes Glaubens, meiner Liebe, meiner Hoff⸗ nung! Roſa ſtand vor mir da als der inſpirirend⸗ Engel des Künſtlers; und ich fühlte mich durch mein
Werkt Seel wie f unter gehal könne
2
allers merte lich o mein ten zum ſonde meine lichkei Ange zu di
L abzuh weiſe minde ſichtli
O
Eifer ſo ra ganz anzuſ ſern:
N komm und


