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demnach, wenn es mein Werk geweſen wäre, nicht ſo ſehr einer griechiſchen Gottheit ähnlich geworden ſein, und ich hätte es mehr menſchlich, ja wohl zu viel menſchlich gemacht.
Mein Meiſter ſchien mit Wohlgefallen auf meine Worte zu hören. Er entlockte mir noch eine Be⸗ merkung über den Ausdruck der Geſichtszüge ſeines Bildes. Anfangs ſuchte ich mit Zurückhaltung ihn fühlen zu laſſen, daß ich dieſen Ausdruck zu ruhig, zu kalt, nicht genug zu dem Urquell aller Hoffnung emporſtrebend finde. Allmälig liéß ich mich von meinem Gefühle hinreißen: es wurde hier eine Soite meines Herzens angeſchlagen, wobei man nicht ſo viel Gewalt nöthig hatte, um einen Ton herauszu⸗ bringen. Ich pries die Hoffnung als die einzige Quelle alles Glaubens, aller Gottesfurcht, aller Liebe, alles Muthes und aller Freude;— denn wenn der Schöpfer nicht den unauslöſchlichen Funken der Hoffnung in das Herz des Menſchen niedergelegt hätte, wo ſollte dieſer Grund und Stärke finden, um die Opfer, den Schmerz und die Arbeit des Lebens zu tragen, ohne zu wiſſen, daß ein höchſtes Weſen all ſeinem Ringen und Leiden Rechnung tragen werde?
Der Meiſter war von meiner begeiſterten Rede tief betroffen und drückte mir, obwohl er noch einigen Zweifel äußerte, ob ich mich nicht durch Eraltation zu einer Uebertreibung habe verleiten laſſen, mit inniger Zufriedenheit die Hand.
. Er gab mir zu verſtehen, warum dieſes Modell ihm, wie er mir bereits geſagt hätte, gewiſſermaßen lang⸗ weilig und verdrießlich wäre. Ein ungemein reicher Bankier, Beſitzer eines prächtigen Kunſtkabinets, hatte
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