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mindern; aber wie ich auch Acht gab, wie ich mir ſelbſt Gewalt anthat, ich hatte nicht die Macht, die Traumbilder zu verjagen, welche ſogar, wenn ich gewiſſenhaft arbeitete, hundertmal in einer Stunde mir vor Augem traten und meine Gedanken in die Welt der ſehnſüchtig betrauerten Vergangenheit ent⸗ hen Roſa, allezeit Roſa! welche mir nach dem Himmel als Vaterlande derer, die das Glück verſtoßen hatte, wies, oder mir in's Ohr flüſterte:„Lieber ſterben, lieber ſterben!“
Wenn das Ende der Arbeitsſtunde mir die Frei⸗ heit gab, nahm ich gleich einem Vogel, der einem Käfig entflohen iſt, meinen Flug nach der Straße Montagne St.⸗Genevidve und ſetzte mich auf einen
Stuhl vor mein Fenſterchen und ſtarrte mit unſtetem Atelier
Blick in die goldenen Abenddünſte und träumte von ihr, von ihrem Lächeln und ihrem Geſtändniß; oder
ich dachte an ihre Krankheit, an die Betrübniß mei⸗
ner armen Mutter, und weinte und flehte mit auf⸗ gehobenen Händen zu dem barmherzigen Gott um Schutz für ſie und Vergebung für mich, bis ich mich genöthigt fühlte, einige Erholung in der nächt⸗ lichen Ruhe zu ſuchen.
XXVIII.
Schon zwei Monate hatte ich mit meinen Ge⸗ noſſen an der Ausführung des großen Altars ge⸗ arbeitet.
Eines Tages ließ mich der Bildhauer in ſein Privat⸗Atelier rufen. Er zeigte mir ein Gypsmodell,
Conſcience, Das eiſerne Grab. 18


